Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht,
so gibt es doch noch den Mond und die funkelnden Sterne
und die Lampe am Winterabend.
Es ist so viel schönes Licht in der Welt.
Wilhelm Raabe
Wir freuen uns, dass Du unsere Seite besuchst. Wir sagen DU, weil das in Schweden üblich ist. Hier "dutzt" man sich. Auch den Banker, die Leute auf der Touristinformation oder im Supermarkt. Alles ist "per Du". Achja, solltest Du den schwedischen König oder die Königin treffen....die "dutzt" man nicht. Sonst alle!
Sie ist fertig. Kurz vor Weihnachten -sozusagen als Julklapp, oder wie man auf Deutsch sagt: Weihnachtsgeschenk für die Tiere- ist nun auch das Dach drauf: Unsere neue Futterkrippe. Zunächst hatten wir das Gefühl etwas zu "draufgängerisch" zu sein. Hatten wir die Futterkrippe doch direkt am Rande des Hofes plaziert. So, dass man -sollte sich wirklich ein Tier herantrauen- aus dem Küchenfenster beobachten können. Unsere kühnsten Träume wurde aber noch übertroffen. Schon am nächsten Morgen stand er da. Ein stattlicher Elchbulle. Seit jenem Tag haben wir reichlich "Betrieb". Wir sehen nicht nur Rehe auf dem Grundstück. Hauptsächlich sind es die Elche. Sie haben das Heu und den Salzleckstein als einfache Nahrungsquelle entdeckt. Sowie es auf dem Hof leise wird, kommen sie vorsichtig aus dem Wald hinterm Haus. Mittlerweile sind die Elche auch aus den anderen Fenstern zu betrachten. Was vielen Nordlandfahrern verwehrt wird....hier ist es täglich zu beobachten. Der König der nordischen Wälder.....aus dem Küchenfenster!
Vindelälven. Der schwedische Nationalfluß fließt unmittelbar hinter unserem Hof. Jetzt, wo der Winter hier oben an die Tür klopft, wird die Bedeutung unseres Flusses wieder eine ganz andere als im Sommer. Immer bestimmt er das Leben hier oben. Aber ganz besonders jetzt im Winter. Tief verschneit zieht sich die Spur vom Haus durch den verschneiten Winterwald zum Fluß. Nur wenige Meter und wir stehen staunend davor. Der Fluß wird im Winter zur Lebensader. Huskyschlitten, Motorschlitten oder einsame Wanderer oder Langläufer nutzen den angelegten Trail. Es sind nicht viele. An manchen Tagen einer, auch mal zwei....Aber bei einer Einwohnerzahl von ca. 0,4 Einwohnern pro km² erklärt es sich von selbst, warum mehr Rentiere oder Elche auf dem Fluß zu sehen sind als Menschen...Sei unser Gast und DU hast die Möglichkeit einer dieser wenigen Menschen zu sein...